Kaminkehren
Das Wort Kamin kommt von dem lateinischen Begriff caminus und bedeutet Ofen. Kamine werden schon seit Jahrhunderten zur Erwärmung von Räumen genutzt. Die romantische und dezente Beleuchtung war dabei bisher ein positiver Nebeneffekt, welcher jedoch eine immer größere Rolle spielt, denn mittlerweile werden Kamine häufig wegen der schönen Atmosphäre angezündet und weniger als Heizung verwendet. Kamine können offen oder geschlossen und sind meist in das Mauerwerk eingebaut.Klein geschnittenen Holz wird in eine Vorrichtung gegeben und dort verbrannt. Die entstehenden Gase, der Ruß sowie der Feinstaub werden dann direkt in den Schornstein geleitet. Dieser führt die Rauchgase durch den entstehenden Auftrieb (sogenannter Kamineffekt) direkt ins Freie ab.
Um den Kamin und den Schornstein sauber und funktionsfähig zu halten kommt der Schornsteinfeger um den Kamin zu kehren. Vor allem nach der Heizsaison im Frühjahr ist eine Reinigung des Kaminzugs bzw. Schornsteins wichtig um die Rauchpartikel zu entfernen.
Wie oft der Schornsteinfeger genau zum Kehren des Kamins kommt und wie viel das Saubermachen kostet legt jedes Bundesland in bestimmten Verordnungen einzeln fest. Der Bund, die Länder sowie einige Fachverbände und Firmen haben sich jetzt zusammengesetzt und wollen eine neue Musterverordnung erarbeiten, welche für die Verbraucher günstiger ausfallen soll. Neben einer einheitlichen Gebührenstruktur ist auch die neue Regelung bzgl. der gemeinsamen Überprüfung von Feuerstätten sowie die gleichzeitig durchgeführte Messung nach der 1. BImSchV (Bundesimmsionsschutzverordnung) eine Errungenschaft für den Endverbraucher, der damit Zeit und Kosten spart.
